Saskia F. Ostendorff

Saskia F. Ostendorff

Kanzlei Ostendorff, Berlin

Vortrag: KI und die Auswirkungen für Design und Urheberrechte am Beispiel von 3D-Vorlagen 


Abstract zum Vortrag

Der 3D-Druck ist die Technologie der Industrie 4.0, die das Rechtssystem – vor allem die immateriellen Rechte – herausfordern wird. Zusammen mit dem 3D-Druck muss zwangsläufig die 3D-Vorlage thematisiert werden, die für jeden einzelnen Druck immer erforderlich ist. Mit der 3D-Vorlage tritt ein weiteres digitales Gut in den Markt und wirft eine weitere Problematik von Urheberrechtsverletzungen, sowie Designrechtsverletzungen im Netz auf. Klar ist, dass durch den 3D-Druck Urheber- und Designrechtsverletzungen zunehmen und zu erheblichen wirtschaftlichen Einbußen führen werden. Für Designer ist die Arbeit mit einer CAD Software und das Abspeichern einer digitalen Datei, die tägliche Arbeit. Bei dem 3D-Druck sind daher folgende Fragen interessant: 1. Wie ist die 3D-Vorlage geschützt? 2. Was ist, wenn diese digitale Datei durch künstliche Intelligenz erstellt werden würde und wie findet das berücksichtigen in der KI-Strategie der Bundesregierung? 3. Wie schützt man die digitale Datei vor Rechtsverletzungen im Internet? Hier geht es um Fragen von Digital Rights Management, die mehr in den Fokus gestellt werden muss. Es wird das gleiche Problem mit digitalen Dateien entstehen, wie mit Musik und Filmen – Stichwort: Filesharing. Als neue Form von Digital Rights Management könnte hier die Blockchain-Technologie dienen. Abschließend wird der Vortrag noch die Frage aufwerfen: Was ist, wenn jeder sich alles drucken kann? Beispielsweise den Designer-Stuhl, das Designer-Armband und der Nutzer davon nicht nur den Ausdruck herstellt, sondern auch die Designvorlage? Wie sind hierbei die rechtlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen? Der Vortrag wird rechtliche Problemfelder und Lösungsansätze bei dem 3D-Druck und der 3D-Vorlage präsentieren, mit denen sich Designer und Rechteinhaber konfrontiert sehen werden.

Über Saskia F. Ostendorff

Mir geht bei Rechtsproblemen jeder Art um eine schnelle, kostengünstige und praktikable Lösung. Ich biete eine lösungsorientierte Rechtsberatung mit Fachwissen und interdisziplinäre Zusammenarbeit in den Bereichen Lizenzierung, Open Source, LegalTech, Gründung von Start-Ups und Persönlichkeitsrechten im Bereich des Internetrechts.

Lebenslauf

  • Umfassende Praxiserfahrung in diversen Kanzleien in mehreren Rechtsbereichen und Branchen.
  • Seit 2015 Promotion am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung von Frau Prof. Dr. Eva Inés Obergfell an der Humboldt Universität zu Berlin. Thema der Arbeit: Die Vervielfältigung durch 3D-Drucker
  • Referendariat mit Vertiefungen im Immaterialgüterrecht und Strafrecht
  • Schwerpunktstudium Europäisierung und Internationalisierung des Privat- und Wirtschaftsrechts – Immaterialgüterrecht, insbesondere im Bereich des Medien- und Markenrechts
  • Erfolgreich absolviertes Studium der Rechtswissenschaften an der Humboldt Universität zu Berlin

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